ONKOEINS

Themenspezial Corona-Virus

Für Menschen mit einer Krebserkrankung ist es jetzt während der Corona-Pandemie besonders wichtig, sich richtig zu verhalten und so vor einer Ansteckung zu schützen. Wir stehen Ihnen mit Informationen und Hinweisen zur Seite.

Krebsvor- und Nachsorge während der COVID-19-Pandemie

Erwachsene ohne mögliche Krebssymptome sollten ernsthaft erwägen, routinemäßige  Krebsvorsorge oder Nachsorge-Untersuchungen zu verschieben bis die COVID-19 Pandemie abgeklungen ist. Nicht dringende Konsultationen sollten hinausgezögert werden bzw. per Email oder Telefon erfolgen. 

Vergessen Sie aber nicht, einen neuen Termin zu vereinbaren!

Die wichtigsten Fragen unserer Tumorpatienten

Diese Fragen beantwortete uns Frau Dr. med. Luisa Mantovani Löffler, Fachärztin für Internistische Onkologie und Hämatologie.

Sollte ich als Krebspatient/in eine Maske tragen?

Wir empfehlen das Tragen einer Mund-Nasen-Schutzmaske. Halten Sie aber weiterhin Abstand zu anderen Menschen. Waschen Sie sich nachwievor regelmäßig und gründlich Ihre Hände. Und am wichtigsten ist: Bitte bleiben Sie zu Hause. Denn bitte beachten Sie, dass zwar eine Schutzmaske eine direkte Übertragung von virenhaltigen Tröpfchen behindert, sie aber leider keine Garantie dafür ist, sich nicht anzustecken. Denn Viren können auch durch die Augen übertragen werden und winzige Viruspartikel können in Masken eindringen. Daher bietet Ihnen die Maske nur relativ wenig Schutz vor einer Infektion. Vor allem schützen Sie mit einer Gesichtsmaske andere. Dennoch sollte man diese Schutzmöglichkeit unbedingt nutzen, wenn man einkaufen geht, öffentliche Verkehrsmittel nutzt oder wenn der Kontakt mit anderen Menschen unvermeidlich ist.

Was ist für mich als Krebspatient/in der richtige Maskentyp?

Für Sie als Risikoperson ist meistens die einfache medizinische Gesichtsmaske ausreichend. Eine sogenannte FFP-Maske (mit oder ohne Filter) sollte wirklich nur getragen werden, wenn Sie von Ihrem Arzt empfohlen wurde. Ansonsten sollte sie ausschließlich für medizinisches Personal bereitstehen. Für Ihre Angehörigen reicht eine einfache Stoffmaske.

Wo sollte man eine Maske verwenden?

Sie sollten die Maske besonders in geschlossen Räumen tragen, wo ein enger Kontakt zu anderen Menschen unvermeidlich ist. Das ist auch bei Ihnen zu Hause der Fall, falls Sie regelmäßig von einem Pflegedienst oder einer Haushaltshilfe besucht werden. Auch sollten Sie die Maske tragen, wenn Sie Besorgungen und Einkäufe erledigen müssen, einen Arzttermin haben oder die öffentlichen Verkehrsmittel benutzen. Also immer dann, wenn Sie mit anderen Menschen Kontakt haben, ist das Tragen einer Maske hilfreich.

Dennoch denken Sie bitte daran, bleiben Sie zu Hause. Dadurch schützen Sie sich und andere am besten.

Wie verwende ich die Maske richtig?

Bevor Sie die Maske aufsetzen, ist es sehr wichtig, sich gründlich die Hände zu waschen. Dann nehmen Sie die Maske an den Befestigungsbändern und setzen diese auf. Vermeiden Sie die Berührung der Atmungsfläche. Während des Tragens sollten Sie diese Fläche ebenfalls nicht berühren, da sie Viren abhalten soll, und sich diese auf der Atmungsfläche sammeln können. Wenn die Maske feucht wird, sollte diese im Restmüll entsorgt werden, da dieser verbrannt wird und somit auch eventuelle Viren und Bakterien vernichtet werden. Nach dem Absetzen der Maske waschen Sie sich bitte wieder gründlich die Hände.

Schützen uns Gesichtsmasken vor der Infektion mit dem Coronavirus?

Das Thema Schutzmasken wird viel diskutiert. Man ist sich nicht einig, wann sie am besten eingesetzt werden und wie sie am sichersten wirken. Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind sie nur in besonderen Fällen notwendig. 

Schütze ich andere Menschen mit einer Gesichtsmaske vor dem Coronavirus?

Da man nicht weiß, ob und wann man sich mit dem Virus ansteckt und bereits schon vor dem Auftreten signifikanter Symptome infektiös ist, kann das Tragen einer einfachen Stoffmaske hilfreich sein. Denn sie verhindert, dass infizierte Menschen beim Sprechen virusbeladene Tröpfchen in die Luft verbreiten. Viele Wissenschaftler und Ärzte raten daher zu dieser Form von Infektionsschutz.

Wie sehen die Empfehlungen in anderen Ländern aus?

In China, Südkorea und Japan ist es Pflicht, sich mit einer Maske oder etwas anderem zu schützen, wenn man das Haus verlässt. Auch in einigen Regionen Italiens wird das Tragen einer Gesichtsmaske ebenfalls bald Pflicht werden. In den USA lautet die Empfehlung des CDC (Centers of Disease Control) hingegen noch, keine Gesichtsmaske zu tragen. Auch haben US-Chirurgen auf Twitter die Menschen aufgefordert, den Kauf von Gesichtsmasken einzustellen. Im Gegensatz dazu ist das Weiße Haus aber darauf ausgerichtet, die breite Anwendung von Gesichtsmasken zu empfehlen.

China, Südkorea, JapanDas Tragen einer Gesichtsmaske ist Pflicht.
USADas Tragen einer Gesichtsmaske wird z. T. NICHT empfohlen.
ItalienDas Tragen einer Gesichtsmaske wird wahrscheinlich Pflicht.
GroßbritannienDas Tragen einer Gesichtsmaske wird wahrscheinlich Pflicht.
ÖsterreichDas Tragen einer Gesichtsmaske ist Pflicht beim Einkaufen und in öffentlichen Verkehrsmitteln.
Tschechien, Slowakei, TürkeiDas Tragen einer Gesichtsmaske ist Pflicht.

Wie lautet die Empfehlung zum Tragen von Gesichtsmasken?

Es besteht ein großer Unterschied zwischen dem wissenschaftlichen Rat und der Realität. Masken spielen in unserem Alltag trotz der mehrheitlichen Empfehlung fast keine Rolle. Dennoch könnten Masken ein wichtiger Schritt bei der Eindämmung der Übertragung des Virus sein. David Heymann vom WHO kündigte an: “Wir sind dabei, die neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse zu analysieren und sind bereit, die Richtlinien bei Bedarf zu ändern“.

Was sind die Haupt-Symptome des Coronavirus?

Achten Sie auf die Symptome einer Corona-Virus-Infektion. Sie verursacht oft eine Lungenentzündung. 

  • Die Symptome beginnen mit Fieber, gefolgt von trockenem Husten, der zu Atembeschwerden führen kann.
  • Der Husten hält über lange Zeit an. Das bedeutet, dass man mehr als eine Stunde lang viel husten muss oder drei oder mehr Hustenanfälle innerhalb von 24 Stunden bekommt.
  • Die durchschnittliche Inkubationszeit dauert fünf Tage, bis die Symptome auftreten.  In Einzelfällen können sich aber die Symptome auch erst viel später zeigen.
  • Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) kann die Inkubationszeit bis zu 14 Tage dauern.

Weitere Symptome können sein: Abgeschlagenheit, Gliederschmerzen, Halsschmerzen/ -kratzen, Schnupfen, Kopfschmerzen und Durchfall. Sowohl Hals-Nasen-Ohren-Fachärzte als auch Patienten berichten vereinzelt über den Verlust des Geruchs- und Geschmackssinns. Allerdings gibt es hierfür noch keine wissenschaftlichen Belege. Rhino-Viren führen oft zu einem Verlust des Geruchs- und/oder Geschmackssinns.

Kann ich mich durch eine Bluttransfusion mit COVID-19 anstecken?

Nein. Nach Angabe des Deutschen Roten Kreuzes gibt es keinen Beweis dafür, dass dieses neue Coronavirus durch eine Bluttransfusion übertragen werden kann. An der Sicherheit für Transfusionsempfänger hat sich durch Covid-​19 nichts geändert. Bisher liegen keine Berichte über die Übertragung von COVID-19 durch Blutprodukte vor. Personen mit Infektionen und Personen, die in den letzten 4 Wochen Kontakt zu jemandem mit einer ansteckenden Krankheit hatten, werden in Deutschland nicht zur Blutspende zugelassen. Der Arbeitskreis Blut des Robert-Koch-Instituts sieht kein Risiko einer COVID-19-Infektion durch Blutspenden. Bluttransfusionen sind unverzichtbar.

Muss ich mich vor dem Coronavirus fürchten?

Das neue Coronavirus tötet 3 von 100 infizierte Menschen. Die Letalität ist höher als die der saisonalen Grippe (die 1 Todesfall pro 1.000 Infizierte verursacht), aber viel niedriger als die von Sars (9-10%), Mers (34%) und Ebola (zwischen 50 und 90%). Die geringe Letalität ist oft Grund zur (fälschlicherweise) Beruhigung. Aber das neue Coronavirus ist ziemlich ansteckend: Jeder Kranke infiziert 3,2 weitere. Eine schwere Komplikation ist die Lungenentzündung, die in 5 % der Fälle einen Krankenhausaufenthalt, oft auf der Intensivstation, erforderlich macht. Eine unkontrollierte Epidemie könnte zu einer großen Anzahl an stationären Patienten führen und damit das Gesundheitssystem kollabieren lassen. 

Die wichtigste Vorsichtsmaßnahme: Bitte bleiben Sie zu Hause!

Was ist der Unterschied zwischen Epidemie und Pandemie?

Was ist eine Epidemie?

Die Epidemie ist eine auf eine Region beschränkte Ansteckung

Was ist eine Pandemie?

Eine Pandemie ist eine Infektionskrankheit, die sich über die ganze Welt oder einen großen Teil davon ausbreitet. Um die Definition einer Pandemie zu erfüllen, muss es sich um einen einzigen Virusstamm handeln. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) spricht beim Coronavirus von einer Pandemie.

Wie lange wird die Epidemie andauern?

Eine saisonale Erkrankungswelle?

Die Coronavirus-Epidemie wird mehrere Wochen, wahrscheinlich Monate dauern. Aber dazu gibt es noch keine abschließende und definitive Antwort. Es ist möglich, dass das Wuhan-Coronavirus ein saisonales Muster zeigt, wie Erkältungen und Grippe. In diesem Fall sollte die warme Jahreszeit die Infektion verringern.

Ein saisonunabhängiges Erkrankungsrisiko?

Es ist möglich, dass die Quarantänemaßnahmen die Ansteckung verlangsamen und dann stoppen, und dann wird die Epidemie im Laufe der Zeit enden. Schließlich ist es möglich, dass das Coronavirus zu einer stabilen Präsenz wird und unser Immunsystem allmählich lernt, sich besser zu verteidigen als jetzt, wo dieses Virus noch unbekannt ist.

Können sowohl Gegenstände als auch Menschen ansteckend sein?

Wie lange überleben Viren?

Viren müssen einen Wirt infizieren, um zu leben und sich zu vermehren. Außerhalb eines Organismus sterben sie nach einigen Stunden oder Tagen. Die genaue Zeit, wie lange sich das neue Coronavirus auf Objekten aufhält, ist nicht bekannt. Es kann – so schätzt man – zwei bis drei Tage überleben, aber nur unter idealen Bedingungen.

Was sind ideale Überlebensbedingungen für Viren?

Bei Influenzaviren, zu denen viele Studien durchgeführt wurden, gehören zu diesen Bedingungen niedrige Temperaturen und niedrige Luftfeuchtigkeit. Selbst wenn sie nicht vollständig absterben, werden die Viren außerhalb des Körpers stark reduziert. Daher können sowohl Gegenstände als auch Menschen ansteckend sein, Gegenstände jedoch nur einige Stunden bis wenige Tage lang.

Wie kommt es zur Ansteckung mit dem Coronavirus?

Tröpfcheninfektion

Das Virus wird von infizierten Menschen durch die Tröpfchen übertragen, die beim Atmen, Sprechen, Husten oder Niesen ausgestoßen werden. Tröpfchen, die größer als 5 Mikrometer sind, können das Coronavirus beherbergen und es bis zu 1,5-2 Meter von der Person, die es aussendet, übertragen.

Schmierinfektion

Viren bleiben nicht lange in der Luft (weniger als eine Minute), aber sie können sich auf Ihren Händen festsetzen, z.B. wenn Sie niesen oder husten, oder auf der Oberfläche von Gegenständen und per Schmierkontakt übertragen werden. Deshalb ist eine der wichtigsten Hygieneregeln das Waschen der Hände und Kontaktfläche desinfizieren.

Wie unterscheidet sich die Coronavirus-Krankheit von einer normalen Grippe?

Leichte Fälle

In leichteren Fällen ist die Coronavirus-Krankheit nicht von der Influenza zu unterscheiden. Sie verursacht Husten, verstopfte Nase, Müdigkeit, Schmerzen, Kopfschmerzen und bei manchen Menschen gastrointestinale Syndrome.

Schwere Fälle

Nach einigen Tagen – aber nur in den wenigen schwersten Fällen – steigt das Virus von den oberen Atemwegen in die Lunge ab. Zu diesem Zeitpunkt können Anzeichen einer Lungenentzündung auftreten, die auf Röntgen- und CT-Aufnahmen sichtbar sind.

Schwerste Fälle

In sehr schwerwiegenden Fällen (etwa 5 % der Gesamtzahl) treten Atembeschwerden auf, die dazu führen können, dass man Sauerstoff erhalten und auf die Intensivstation eingewiesen werden muss.

Was ist “Social Distancing”?

Social Distancing, also die räumliche Distanzierung ist die beste Praktik zur Eindämmung der Corona Pandemie. Es geht darum, einen Abstand zwischen Ihnen und anderen Menschen zu wahren – in diesem Fall mindestens zwei Meter. Das bedeutet auch, den Kontakt mit Menschen zu minimieren. 

Vermeiden Sie öffentliche Verkehrsmittel, wenn immer möglich. Schränken Sie nicht unbedingt notwendige Reisen ein, arbeiten Sie von zu Hause aus und lassen Sie gesellschaftliche Zusammenkünfte ausfallen – und gehen Sie auf keinen Fall in überfüllte Bars und Sportstätten.

Wie hilfreich diese Maßnahmen sind, zeigt auch ein historisches Beispiel der Spanischen Grippe in den USA:

Als die ersten Fälle der Grippe von 1918 im September in Philadelphia gemeldet wurden, spielten die Behörden die Bedeutung herunter und erlaubten die Fortsetzung öffentlicher Versammlungen. Schließungen in Philadelphia wurden erst erlassen, als sich der Virus verbreitet hatte. Die ersten Fälle in St. Louis wurden Anfang Oktober gemeldet, und zwei Tage später wurden Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung ergriffen. Dies führte zu einer langsameren Ausbreitung und einer niedrigeren Sterblichkeitsrate

Effekte des Social Distancing während der Grippe 1918

Ein Land vor dem Lockdown – Was bedeutet das?

“Lockdown” heißt “Sperrung” und meint im übertragenen Sinne die Ausgangssperre, also eine Situation, in der Menschen aufgrund eines Notfalls ein Gebäude oder einen Bereich nicht frei betreten oder verlassen dürfen. Diese Maßnahme soll verhindern, dass sich das Virus exponentiell ausbreitet. Nur wenige Dinge sind noch erlaubt. Dazu zählen das Einkaufen, die medizinische Versorgung und andere in jedem Bundesland genau festgelegte Betätigungen.  

Was können wir von Italien lernen?

Wir sehen aktuell in Italien, wie hilfreich Ausgangssperren sind. Während z. B. in Lodi diese bereits am 23. Februar 2020 umgesetzt wurden, hat man in Bergamo erst zwei Wochen später reagiert. Während Bergamo über 2.000 Erkrankte hat, sind es in Lodi etwa 1000.

Vergleich der Fallzahlen von Bergamo und Lodi

Die Zahlen zeigen uns, wie wichtig Maßnahmen des Social Distancing wie Ausgangssperren sind, um die Ansteckungsgefahr zu verringern.

Wichtigstes Ziel ist es, die Virusausbreitung zu verlangsamen, damit die begrenzte Anzahl an intensivmedizinischen Betreuungsplätzen für die schweren Fälle an Erkrankungen ausreicht. Wir werden auch damit die Pandemie nicht stoppen, aber den Erkrankten besser helfen und damit die Sterberate verringern können.

Wichtige Verhaltenstipps im Alltag

Benutzen Sie Gesichtsmasken.

Die Chirurgische Maske ist für Flüssigkeiten undurchlässig, lässt jedoch Luft durch die Nase. Sie reduziert die Ausbreitung von Tröpfchen, die von einer kranken Person abgegeben werden. Aber teilweise haftet sie nicht eng genug am Gesicht. Sie sollte spätestens nach 8 Stunden erneuert werden.

Die Gesichtsfiltermaske lässt nur sehr feine Partikel durch. Jeder Typ hat unterschiedliche Filterkapazitäten. So schützt die Gesichtsfiltermaske z. B. vor durch Aerosole übertragene Krankheiten (z. B. Masern). Ein ergonomisches Modell haftet gut im Gesicht, jedoch nicht bei Menschen mit Bart und erschwert das Atmen. Einige Modelle sind mit einem Ausatemventil ausgestattet. Eine Gesichtsfiltermaske kann viele Stunden lang getragen werden. Aber nach einigen Stunden füllt sie sich mit Kondenswasser und sollte weggeworfen werden.


Geben Sie keinem die Hand.

Sich die Hände zu geben ist ein Zeichen von Höflichkeit, aber nicht im Falle einer Pandemie. Daher verzichten Sie bitte auf eine körperliche Berührung und winken sie stattdessen zur Begrüßung. Auch können Sie stattdessen Ihren Ellenbogen gegenseitig als Begrüßungsritual berühren. Vermeiden Sie den Kontakt mit der bloßen Haut.


Besuchen Sie sich nicht gegenseitig.

Gerade wenn Restaurants und Bars geschlossen sind, finden häufiger Besuche oder private Party statt. Doch das ist kontraproduktiv und sollte unterlassen werden. Bleiben Sie zu Hause. Sie können jederzeit telefonieren oder per Social Media mit Ihren Freunden kommunizieren.


Bleiben Sie bei Husten oder Fieber zu Hause.

Wenn Sie Husten oder Fieber haben, bleiben Sie bitte UNBEDINGT zu Hause. Nicht nur, dass Sie Andere anstecken könnten, sondern Sie setzen sich selbst einem hohen Risiko aus. Ihr Immunsystem ist geschwächt oder nicht sehr belastbar. Vermeiden Sie alle unnötigen Kontakte mit anderen Menschen.


Bleiben Sie mit 65+ besser zu Hause.

Wenn Sie zur älter als 65 Jahre sind, bleiben Sie bitte zu Hause. Sie zählen zu einer Risikogruppe, da Ihr Immunsystem eventuell nicht mehr so belastbar ist und eine Ansteckung ernste Folgen haben kann.


Rufen Sie in der Praxis an.

Um die Gesundheit der Patienten zu gewährleisten, werden Hausbesuche vorübergehend ausgesetzt. Bei gesundheitlichen Problemen rufen Sie bitte Ihren betreuenden Hausarzt oder Onkologen an. Er wird mit Ihnen geeignete Maßnahmen am Telefon besprechen.


Waschen Sie sich richtig die Hände.

Waschen Sie Ihre Hände häufig mit Wasser und Seife oder Gel auf Alkoholbasis. Dabei ist es wichtig, dass Sie wirklich alle Stellen der Hand gut erreichen und mindestens 60 Sekunden lang die Seife oder das Gel einwirken lassen. Verwenden Sie möglichst heißes Wasser.


Berühren Sie nicht Augen, Nase oder Mund.

Berühren Sie nicht Ihre Augen, Nase und Ihren Mund mit den Händen. Dadurch könnten Sie mögliche Infektionsherde verteilen. Vermeiden Sie das Reiben in den Augen, das Kratzen im Gesicht oder an der Nase oder auch nur das Kauen an Bleistift oder Kugelschreiber.


Husten Sie in Einweg-Taschentücher.

Bedecken Sie Mund und Nase beim Niesen und husten Sie immer in ein Einweg-Taschentuch, was Sie bitte danach sofort entsorgen. Jedes Husten oder Niesen stößt eine große Anzahl von kleinsten Wassertröpfchen (Aerosole) aus, die Träger aller möglichen Viren und Bakterien sind.


Niesen Sie in die Armbeuge.

Wenn Sie Niesen müssen, halten Sie sich NICHT die Hand vor dem Mund, sondern niesen Sie in Ihre Armbeuge, wenn Sie kein Taschentuch zur Hand haben. Auch verwenden Sie keine Mehrweg-Stofftaschentücher, sondern Einweg-Papiertaschentücher.


Nehmen Sie nur verschriebene Medikamente ein.

Medikamentieren Sie sich niemals selbst, und nehmen Sie keine antiviralen Medikamente oder Antibiotika ohne ärztliche Verschreibung ein. Wenn Sie unsicher sind, fragen Sie Ihren betreuenden Hausarzt oder Onkologen, der wird Sie beraten.


Desinfizieren Sie alle Oberflächen.

Reinigen Sie alle benutzten Oberflächen mit Desinfektionsmitteln auf Chlor- oder Alkoholbasis. Das betrifft sowohl Ihre Arbeitsflächen als auch die Toilette. Daneben sollten Sie auch tägliche Gebrauchsgegenstände wie Brille, Kugelschreiber oder Telefon regelmäßig desinfizieren.


Haben Sie keine Angst vor Haustieren.

Haben Sie keine Angst vor Ihren lieben Kleinen. Weder Hund, Katze noch Vogel verbreiten das neue Coronavirus. Aber schränken Sie vor allem bei Hunden und Katzen die Bewegungsfreiheit ein. Sie können sonst zu Überträgern werden. Fragen Sie Ihren Tierarzt nach geeigneten Maßnahmen.


Kaufen Sie online.

Pakete und Warensendungen sind nur im unwahrscheinlichsten Falle Überträger von Viren. Daher empfiehlt es sich, sich wichtige Waren schicken zu lassen und nicht mehr selbst in geschäften einzukaufen. Am besten ist es jedoch, nicht unbedingt erforderliche Käufe komplett auf später zu verschieben.


Die Verwaltung hat geöffnet.

Fast alle Dienste sind zugänglich. Grundlegende und dringende Dienste sind garantiert. Dennoch empfiehlt es sich, vorher anzurufen, um möglichst einen direkten Termin zu vereinbaren.


Bleiben Sie bei einem Infekt zu Hause.

Wenn Sie Fieber, Husten oder Muskelschmerzen haben, rufen Sie Ihren Hausarzt an. Bleiben Sie aber zu Hause und gehen Sie NICHT in die Notaufnahme.


Reisen Sie nicht.

Vermeiden Sie unnötige Reisen, und verschieben Sie alle Fahrten oder Ausflüge, die nicht wirklich wichtige sind. Sie könnten sich und andere anstecken.


Ziehen Sie nur wenn notwendig um.

Umzuziehen kann notwendig werden, weil man seine Wohnung gekündigt hat. Dennoch sollten Umzüge nur stattfinden, wenn sie unumgänglich sind. Grundsätzlich sind sie gestattet, aber besser wäre es, sich mit seinem Vermieter zu einigen, noch zwei, drei Monate in der Wohnung bleiben zu können.


Nutzen Sie keine öffentlichen Verkehrsmittel.

Alle Reisen aus geschäftlichen Gründen sind erlaubt. Dennoch ist es ratsam, auf öffentliche Verkehrsmittel zu verzichten und lieber das eigene Auto zu nehmen.


Halten Sie genügend Abstand.

Halten Sie einen Abstand von mindestens einem Meter zu Ihren Mitmenschen ein. Vermeiden Sie Hautkontakt und eine direkte Vis-à-vis-Kommunikation.



Plakat zum Coronavirus - Orientierungshilfe für Tumorpatienten

Orientierungshilfe für Tumorpatienten

Eine übersichtliche Zusammenstellung der wichtigsten Informationen und Maßnahmen

Weitere Informationen für Krebspatienten

Website Haus Leben e.V.