Diagnose

Die Mammographie

Wie funktioniert die Mammographie?

Die Röntgenstrahlen treffen auf die weibliche Brust. Da Röntgenstrahlen elektromagnetische Strahlen sind, werden sie beim Durchdringen des Gewebes unterschiedlich gedämpft. Das hat zur Folge, dass weiches Gewebe wie Fett besser durchdrungen wird als festes, wie bei Tumoren.

Das Ergebnis stellt sich im Bild wie folgt dar: Fettgewebe wird eher dunkel, also weniger reflektierend dargestellt, Tumorherde eher hell, also stark reflektierend. Hellere Verschattungen können daher auf dem Röntgenbild auf einen Tumor hindeuten, aber auch auf andere feste Strukturen wie unbedenkliche Kalkablagerungen. Daher erfolgt die Auswertung der Befunde von zwei unabhängig voneinander arbeitenden Ärzten.

Ablauf der Mammographie

Befundung: Als Patientin stellen Sie sich vor ein Röntgengerät. Eine Assistentin legt Ihre Brüste auf den Untersuchungstisch und klemmt diese mit einer Kompressionsplatte vorsichtig ein. (Ein leichter Druckschmerz ist normal, manchmal rät man Ihnen dazu, ein leichtes Schmerzmittel wie einzunehmen.) Nun werden zwei Aufnahmen angefertigt, eine von oben, eine schräg seitlich. Das dauert nicht mal eine Sekunde. Die gewonnenen Bilder werden nun von zwei unabhängigen Ärzten befundet.

Abklärung: Bei unklarem Befund findet eine Befundkonferenz statt, wo die Bilder diskutiert werden. Manchmal ist eine Zweitaufnahme notwendig. Zusätzlich können weitere diagnostische Verfahren wie eine Ultraschalluntersuchung oder die Biopsie, eine Gewebeprobe, notwendig werden.

Diagnose Brustkrebs: Falls Brustkrebs diagnostiziert wird, werden Sie an ein zertifiziertes Brustzentrum oder eine Klinik überwiesen. Dort besprechen verschiedene Ärzte auf einer Tumorkonferenz gemeinsam die für Sie bestmögliche Therapie. 

Warum ist die Mammographie eine so hochwertige Untersuchungsmethode?

  • Alle Geräte in Deutschland haben hohe Sicherheits- und Qualitätsstandards, die regelmäßig überprüft werden.
  • Jeder Befund erfolgt nach dem Vier-Augen-Prinzip. Zwei unabhängige Ärzte mit mindestens 5.000 Befunduntersuchungen pro Jahr analysieren das Ergebnis.

Die Mammographie als staatlich anerkannte Screening-Methode

Das Brustkrebs-Screening-Programm dient der Früherkennung von Brustkrebs bei Frauen, die keine Symptome haben. Zwischen 50 und 69 Jahren besteht ein Anspruch auf eine alle zwei Jahre stattfindende Röntgenuntersuchung des Brustbereiches, die Mammographie.

Die Brustkrebsfrüherkennung

Das Brustkrebs- Screening-Programm

Das Brustkrebs-Screening-Programm dient der Früherkennung von Brustkrebs bei Frauen, die keine Symptome haben. Zwischen 50 und 69 Jahren besteht ein Anspruch auf eine alle zwei Jahre stattfindende Röntgenuntersuchung des Brustbereiches, die Mammographie.

Digitale Mammographie

Die digitale Mammographie ist heutzutage state of the art. Die Röntgenbilder werden dabei digital gespeichert und können auf einem Bildschirm betrachtet und auch nachbearbeitet werden. Außerdem verursachen sie eine wesentlich geringere Strahlenbelastung als analoge Systeme und liefern sehr schnell hochaufgelöste Bilder, die frühe Krebsstadien besser erkennen lassen. Dadurch sind Befunde von Frühstadien möglich, die noch vor wenigen Jahren übersehen worden wären.

Röntgenuntersuchungen zählen zu den bewährtesten bildgebenden Untersuchungen und liefern auch heute noch zuverlässige Ergebnisse. Dank permanenter Verbesserungen gibt es derzeit keine bessere und einfachere medizinische Methode, um Auffälligkeiten in der Brust zu erkennen, als die Mammographie. Der hohe Auswertungsaufwand mit zwei unabhängigen und sehr erfahrenen Ärzten sichert eine zuverlässige Aussage. 

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Titelbild: Gorodenkoff / Shutterstock

Letzte Aktualisierung: 4. Oktober 2019